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Hinweise

Vorsicht bei Online-Hotelbuchungen

Weltweit, 25.02.2019 vonSteven Sohn

Einfach, übersichtlich und unkompliziert - in den letzten Jahren haben immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ihr Hotelzimmer über Online-Plattformen wie booking.com oder expedia.com gebucht. Doch dies birgt auch Risiken: schnell hat man eine Unterkunft reserviert, die zwar auf den Bildern hübsch aussieht und dazu noch durch einen günstigen Preis besticht, vor Ort jedoch gravierende Mängel aufweist. Nebst Sauberkeit, Service oder Ausstattung kann dabei insbesondere die Umgebung des Hotels böse Überraschungen bereithalten: hohe Kriminalitätsrate, zahlreiche Obdachlose oder aggressive Drogensüchtige bilden kaum ideale Bedingungen für einen entspannten und sicheren Aufenthalt.

Wir präsentieren Ihnen 7 Tipps, wie Sie das Risiko unangenehmer Überraschungen bei Online-Hotelbuchungen reduzieren können:

 

1. Lesen Sie Nutzerreviews mit kritischem Blick

Auf den einschlägigen Online-Plattformen finden sich zahlreiche Bewertungen zu den dargebotenen Hotels. Diese sollten jedoch jeweils mit einer gesunden Dosis Skepsis gelesen werden, da ein nicht unbeträchtlicher Teil davon gefälscht sein kann. Wie Sie solche Rezensionen erkennen können, hat beispielsweise die SRF-Sendung «Kassensturz» in diesem Artikel schön zusammengefasst. Hilfreich kann es zudem sein, Bewertungen von mehreren Portalen vergleichend zu Rate zu ziehen. Allgemein ist es überdies empfehlenswert, immer auch explizit ein paar schlechte Bewertungen zu lesen und für sich jeweils zu entscheiden, wie schwer die dort geäusserten Kritikpunkte wiegen.


2. Überprüfen Sie die Sicherheitslage

Als BesucherIn ist man mit der Sicherheitssituation im Reiseland oftmals nicht oder nur marginal vertraut. Deswegen ist es stets ratsam, die allgemeinen Sicherheitshinweise zum betreffenden Staat zu konsultieren. Die Gefahrenlage kann jedoch von Region zu Region, von Stadt zu Stadt, ja gar von Quartier zu Quartier sehr stark variieren. Je nach Reisedestination ist es deswegen angezeigt, eine kurze Suche nach eventuell zu vermeidenden Zonen durchzuführen. Sollte sich dabei Ihr Hotel in einer dieser Gefahrenzonen befinden, empfiehlt sich eine Buchungsänderung.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA stellt online regelmässig aktualisierte Reisehinweise zur Verfügung. Alternativ können Sie auch das deutsche Pendant des Auswärtigen Amtes für komplementäre Einschätzungen nutzen.


3. Realistische Erwartungen an die Preise

Verdächtig günstige Hotels befinden sich meist nicht in den sichersten und saubersten Quartieren. Dies gilt umso mehr für notorisch teure Pflaster wie bspw. New York City oder Paris. Wenn Sie also ein Zimmer in einem hochwertigen Hotel und/oder in einem der Top-Quartiere möchten, sollten Sie Ihre Preisvorstellungen anpassen und sich nicht durch blumige Werbetexte blenden lassen.


4. Nutzen Sie Google Maps / Street View

Machen Sie sich ein Bild der Hotelnachbarschaft via Google Maps oder ähnlichen Diensten. Insbesondere die «Street View»-Funktion erlaubt es Ihnen, sich einen guten ersten Eindruck zu verschaffen. Sollten die Gebäude zum Beispiel verlottert aussehen, ist dies bereits ein erstes Alarmsignal.

Mithilfe von Google Maps können Sie zudem die Nähe zu den öffentlichen Transportmitteln identifizieren. Eine geringere Distanz von einer Station zu Ihrem Hotel reduziert in der Regel das Sicherheitsrisiko.


5. Sprachkenntnisse des Hotelpersonals

Insbesondere in allgemein als unsicher geltenden Ländern oder Städten kann es ratsam sein, die Kommunikationsfähigkeit mit dem Hotelpersonal sicherzustellen. Gerade in Notfällen ist eine reibungslose Kommunikation zentral. Vergewissern Sie sich also im Voraus, dass Sie sich mit den Angestellten ohne grössere Probleme in einer gemeinsamen Sprache verständigen können. Je nach Land und Hotel können Sie dabei nicht automatisch davon ausgehen, dass Englischkenntnisse vorhanden sind.


6. Passen Sie Ihr Verhalten an

Wenn Sie sich trotz allem einmal in einem eher unsicheren Hotel befinden, empfehlen wir folgende Verhaltenstipps zu beachten:

  • Lassen Sie Ihre Wertgegenstände und elektronischen Geräte nicht offen im Zimmer herumliegen; falls vorhanden, verstauen Sie sie im Zimmer- oder Hotelsafe.
  • Achten Sie darauf, dass sie Ihr Zimmer stets abschliessen.
  • Anonymisieren Sie Ihre Zimmerschlüssel. Lassen Sie bspw. den Papierumschlag, in welchem Ihnen oftmals die Zimmerkarten überreicht werden, zurück – auf diesem steht nämlich meist der Hotelname und/oder Ihre Zimmernummer. Auch allfällige Schlüsselanhänger mit dem Logo des Hotels sollten Sie entfernen.
  • Nehmen Sie ein Taxi bis zu Ihrem Hotel. Nutzen Sie ausschliesslich offizielle Taxis.
  • Fragen Sie allenfalls das Hotelpersonal nach Hinweisen.
  • Befolgen Sie die allgemeinen Sicherheitshinweise (z.B. keine grossen Geldmengen auf sich zu tragen).

7. Bei Zweifeln vor Ort…

… suchen Sie sich ein anderes Hotel. Auch wenn Sie sich noch so akribisch vorbereiten, eine gewisse Unsicherheit bleibt bei Online-Buchungen immer bestehen. Sollte sich das Hotel bzw. dessen Umgebung vor Ort tatsächlich als (zu) zwielichtig entpuppen, gehen Sie lieber auf Nummer sicher und suchen Sie sich eine andere Unterkunft.

 

Letztlich liegt es bei Ihnen, welches Risiko Sie bereit sind auf sich zu nehmen. Wir empfehlen aber grundsätzlich, bei Ihrer Sicherheit und Gesundheit keine Kompromisse einzugehen – schlussendlich sollen Sie aus den Ferien wohlbehalten und mit schönen Erinnerungen nach Hause zurückkehren können. Die oben aufgeführten Punkte sollen Ihnen dabei lediglich als Orientierungsrahmen dienen.

 

Hotspot Weltweit

Hotspot Bericht

Mit der Kamera an die Kriegsfront

18.05.2018vonCéline Neuenschwander

Wenn er gerade nicht unterrichtet, dann reist Alex Kühni in den Krieg. Als Kriegsjournalist dokumentiert er die Konflikte dieser Welt. Sein Ziel dabei: Das Bewusstsein der Menschen in den westlichen Ländern schärfen. Zu diesem Zweck gibt er sich oftmals selbst in Lebensgefahr. Für seine Arbeit gewann Kühni den diesjährigen Swiss Press Photo Award der Kategorie Ausland. Ein Interview über ein Leben zwischen Klassenzimmer und Kriegsfront.

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