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Update aus Damaskus

Syrien, 28.03.2017 vonMarie-Louise Haddad

Marie-Louise Haddad lebt nach wie vor im syrischen Damaskus. Letzten Sommer war die Schweizerin zu Besuch in der Schweiz und erzählte im bewegenden Interview von ihrem Alltag in der beschossenen Stadt. Hier meldet sie sich wieder zu Wort und gibt Einblick in die Situation in Syrien.

Nun ist bereits wieder mehr als ein halbes Jahr seit meinem Besuch bei Ihnen in Bern verflossen. Ich lebe immer noch in Syrien, auch wenn die Lage sich nicht verbessert hat, eher im Gegenteil, die Beschuesse der Stadt Damaskus, besonders des Ostteils, wo ich wohne, haben nicht aufgehoert; diese Nacht hatte ich sogar den Eindruck, dass staerkere Geschuetze eingesetzt wurden, der Ton der Explosionen hoerten sich dumpfer an. Und nun hat es sogar schreckliche Attentate in der Stadt selbst gegeben, mit vielen Todesopfern und Verwundeten. Ich versuche auszuhalten, solange es geht, aber irgendwann werde ich wohl auch an eine Uebersiedlung in die Schweiz denken muessen. Freundliche Grüsse Marie Louise Haddad

Hotspot Syrien

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„Wenn Granaten vom Himmel fallen, schaue ich nicht nach oben, sondern gehe einfach weiter“

18.07.2016vonCéline Neuenschwander

Die Schweizerin Marie-Louise Haddad lebt in der syrischen Hauptstadt Damaskus, die seit dem Ausbruch des Syrienkriegs immer wieder unter Beschuss steht. Ans Weggehen denkt die 90 Jährige trotzdem keine Sekunde. Wieso das so ist, erzählt sie im Gespräch bei ihrem Besuch in der Schweiz. Ausserdem gibt sie einen ungefilterten Eindruck in die Denkweise der syrischen Bevölkerung und ihren Alltag zwischen Schleppern, dem IS und Bombardierungen.

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