Auf Reisen läuft nicht immer alles nach Plan...Darum haben wir einen Plan b! Als Soliswiss Mitglied bist du im Ausland und in deinem Wohnland automatisch vor politischen Risiken geschützt.Mehr erfahren
Hinweise

Auswandern in Zeiten von Corona

Weltweit, 16.03.2020 vonSteven Sohn

Die Corona-Pandemie führt zu einschneidenden Massnahmen in zahlreichen Ländern. Damit einher gehen oftmals Einschränkungen für AusländerInnen und Einwandernde. Viele auswanderungswillige SchweizerInnen sehen daher ihre Auswanderungspläne in Frage gestellt.

Das Corona-Virus verbreitet sich in Windeseile um die Welt. Am 11. März hat die Weltgesundheitsorganisation denn auch offiziell erklärt, dass es sich um eine Pandemie handelt. Die Verbreitung des Virus bzw. die Reaktionen der Staaten darauf kann mitunter starke Auswirkungen auf Ihre Auswanderungspläne haben, sei dies im Zusammenhang mit Gesundheit, Wirtschaft oder Einreisebeschränkungen.

 

Einreisebeschränkungen für Schweizerinnen und Schweizer

Der Vormarsch des Virus beeinträchtigt bereits jetzt die internationale Mobilität massiv. So haben beispielsweise die USA ein Einreiseverbot aus Europa verhängt, Deutschland die Grenzen zur Schweiz weitestgehend geschlossen und Österreich den Bahn- und Flugverkehr in die Schweiz eingestellt. Weitere Länder haben zudem explizit die Einreise aus der Schweiz verboten, so zum Beispiel Tschechien oder Serbien.

In vielen weiteren Ländern wurden überdies gewisse Gebiete allgemein unter Quarantäne gestellt. Das heisst, dass eine Ein- oder Ausreise erschwert oder gar unmöglich ist. Die Lage ist äusserst dynamisch, ändert sich fast stündlich – es ist also mit noch weiteren Einschränkungen quasi überall auf der Welt zu rechen.

Derartige und weitere Massnahmen haben natürlich auch Konsequenzen für die Auswanderungspläne zahlreicher Schweizerinnen und Schweizer. Für viele heisst es daher nun: die Situation aufmerksam beobachten und abwarten – viel mehr bleibt ihnen bis auf Weiteres nicht übrig. Seien Sie sich jedenfalls bewusst, dass Sie eventuell zurzeit nicht in Ihr Zielland einreisen und somit einwandern können. Informieren Sie sich bei der Botschaft Ihres Ziellands in der Schweiz, wie die aktuelle Regelung aussieht und was dies für Sie konkret bedeutet. Die Kontaktangaben finden Sie hier. Eine weitere Hilfestellung bietet Ihnen die Travel Admin App des EDA.

 

Ihre Gesundheit hat Priorität

Wenn Sie dank fehlender Verbote doch (noch) einwandern können, so sollten Sie dennoch die Frage der Gesundheit nicht ausser Acht lassen. Die Situation kann sich grundsätzlich in allen Ländern rapide ändern, sodass Sie selbst eine Ansteckung riskieren. Damit würden Sie nicht nur Ihre eigene, sondern auch die Gesundheit Ihrer Angehörigen sowie weiteren MitbürgerInnen gefährden. Bedenken Sie zudem, dass die Gesundheitsdienstleistungen in zahlreichen Staaten oftmals kostspieliger und/oder weniger ausgebaut sind als in der Schweiz. Bei einer Überlastung des Systems durch die Pandemie kann sich dies noch verschärfen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie der Bundesrat empfehlen denn auch nachdrücklich, auf «nicht dringende Auslandreisen» zu verzichten. Sollten Sie Ihre Auswanderung also aufschieben können, so sollten Sie dies zumindest in Betracht ziehen.

Möchten Sie in naher Zukunft trotz allem auswandern, sollten Sie sich über die aktuelle Lage in Ihrem Zielland informieren und sich an die Hygieneempfehlungen des BAG sowie der lokalen Behörden halten.

 

Achtung vor erhöhten wirtschaftlichen Risiken

Unterdessen macht sich unter einigen ÖkonomInnen und JournalistInnen die Angst vor einer Rezession, ja gar einer Weltwirtschaftskrise breit. Dies könnte auch für Sie als Auswandernde/r Konsequenzen haben, insbesondere wenn Sie vorhaben, in Ihrem Zielland ein Geschäft aufzubauen. Während dies momentan noch im Bereich der Spekulation ist, sollten Sie die gestiegenen wirtschaftlichen Risiken, die mit Ihrer Auswanderung einhergehen könnten, nicht auf die leichte Schulter nehmen.

 

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Die Lage fürs Auswandern ist also momentan nicht ideal. Dennoch müssen Sie Ihre Träume und Pläne nicht unbedingt gleich komplett aufgeben. Wichtig aber ist: Zeitplan den Gegebenheiten anpassen und vorausschauend handeln.

Wie beschrieben lohnt es sich, die weiteren Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und allenfalls Ihr Auswanderungsvorhaben ein wenig zu verschieben oder anzupassen. Das wird vielen von Ihnen bestimmt nicht leichtfallen. Wie wir bei Soliswiss jedoch zu sagen pflegen: gut vorbedacht – schon halb gemacht. Auswandern ist auch ohne Corona-Virus ein kompliziertes Unterfangen, das wohldurchdacht und geplant werden will. Sehen Sie’s also positiv und nutzen Sie die zusätzliche Zeit, um Ihre Projekte weiter zu planen und zu verfeinern. Damit erhöhen Sie die Chancen einer auf lange Sicht erfolgreichen Auswanderung massgeblich.

 

Folgende Linksammlung soll Ihnen helfen, eine Übersicht zu erhalten:

 

 

Hotspot Weltweit

Hotspot Bericht

Mit der Kamera an die Kriegsfront

18.05.2018vonCéline Neuenschwander

Wenn er gerade nicht unterrichtet, dann reist Alex Kühni in den Krieg. Als Kriegsjournalist dokumentiert er die Konflikte dieser Welt. Sein Ziel dabei: Das Bewusstsein der Menschen in den westlichen Ländern schärfen. Zu diesem Zweck gibt er sich oftmals selbst in Lebensgefahr. Für seine Arbeit gewann Kühni den diesjährigen Swiss Press Photo Award der Kategorie Ausland. Ein Interview über ein Leben zwischen Klassenzimmer und Kriegsfront.

Findest du diesen Beitrag hilfreich?